Mit Interpretationsanalysen von
Plácido Domingo als Andrea Chénier
Francisco Araiza als Des Grieux und
René Kollo an Tristan

Als Paperback und E-Book erhältlich bei:
https://www.amazon.de/dp/3950457704
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Im vorliegenden Buch wurde erstmals die musikalisch-szenische Interpretation von Opernpartien analysiert auf der Basis der Noten und Anweisungen der Partitur, der gesangstechnischen Anforderungen, der stilistischen Konventionen und der Inszenierung. Musikalischer und szenischer Ausdruck übertragen den Charakter, die Gefühle und Beziehungsqualitäten der Rolleninterpreten auf das Publikum noch vor dem Verständnis von Worttext und musikalischer Komposition. Das Publikum wird  angesteckt mit den Anmutungsqualitäten der Stimmen und den Emotionen ihrer Gestaltung der dramatischen Situation. Die Sänger füllen die Partien mit ihrer Energie, Kunstfertigkeit und Fantasie. Abgestimmt auf die Vorgaben von Regie und musikalischer Leitung ergänzen sie das, was nicht in der Partitur steht, um die Personen der Handlung lebendig erscheinen zu lassen.

Fundiert durch philosophische, psychologische, semiotische und theaterpraktische Erklärungsmodelle für Ausdruck in Musik, szenischer Darstellung und das Verstehen analoger Kommunikation wurde die koproduktive Kreativität der Sänger-Darsteller in drei Partien  analysiert.

Plácido Domingo hat Maßstäbe gesetzt für sängerisch souveräne, dramaturgisch intelligente und emotionell mitreißende Rollengestaltungen. In seiner Interpretation der Titelgestalt von Umberto Giordanos Oper „Andrea Chénier“ imponiert neben der Eleganz seiner belcantistischen Klangregie auch seine veristische Authentizität.

Stil und Expressivität der französischen Oper in Jules Massenets „Manon“ bestimmen Francisco Araizas psychologisch-realistische Gestaltung der Partie des Des Grieux.

Die besonderen Anforderungen des Wagner-Gesangs in Verbindung mit einer Deutung der Psychologie des Titelhelden von Richard Wagners „Tristan und Isolde“ erscheinen exemplarisch dargeboten in René Kollos, als „musikalisches Jahrhundertereignis“ gefeierter Interpretation des Tristan.